GALA I Goldener Miethai

Freitag 07. OKTOBER 2022 I 18:30
Alte Kupferschmiede, Tiefenweg 7 in Gießen


Geehrte Gäste,
wir möchten gemeinsam anstoßen, denn in diesem Jahr verleihen wir den goldenen Miethai und feiern unsere Markterfolge.Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Gala:
Unsere wichtigsten Gäste sind Sie, unsere Kunden und Geschäftspartner: Unser langjähriger Erfolg wäre ohne Sie, nicht möglich. Deshalb möchten wir Sie mit etwas Besonderem verwöhnen.
Genießen Sie mit uns einen besonderen Abend und treffen Sie die Geschäftsführung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in persönlicher Atmosphäre!
Bringen Sie gern Ihre Partner mit und kommen Sie in einem stilvollem Outfit/Black tie, mit dem Sie sich wohlfühlen.
Wir wünsche Ihnen schon jetzt einen unterhaltsamen und genussvollen Abend.

Rede zum Antikriegstag

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

ich spreche für die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Gießen.

Wir haben uns heute versammelt, um gegen alle imperialistischen Kriege zu protestieren. Am diesjährigen Antikriegstag steht vor allem ein Krieg im Fokus: Der Krieg in der Ukraine. Wir stehen an der Seite der internationalen Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter und sagen deutlich: das ist nicht unser Krieg!! Es ist der Krieg der kapitalistischen und imperialistischen Großmächte. Es ist ein Stellvertreterkrieg zwischen NATO und Russland auf ukrainischem Territorium. 

Die Herrschenden hierzulande nutzen diesen Krieg, um ihr autoritäres Krisenmanagement voranzutreiben: sie erhöhen die Kriegsaufrüstung ab sofort auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukt; außerdem erhält die Bundeswehr Zugriff auf einen Fonds mit 100 Milliarden (!) Euro. Eine gigantische Sonderverschuldung!

  • Wo war dieses Geld als die Kolleginnen und Kollegen in der Pflege streikten?
  • Wo war dieses Geld als durch die Coronakrise hunderte Kleinunternehmer und Kleinunternehmerinnen schließen mussten und somit hunderttausende Menschen ihre Jobs verloren?
  • Wo ist dieses Geld heute?

Durch noch mehr Kriegsspielzeug wird die Welt nicht sicherer. Und jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Politisch stellt sich somit die Frage: Was ist wichtiger? Bessere Schulen, gute Pflege und gute Erziehung oder Kampfdrohnen und »Eurofighter«?

Ihr kennt die Antwort.

Und ihr wisst auch, dass Waffen Kriege nicht schneller beenden, sondern sie verlängern. Waffenlieferungen in Kriegsgebiete sind ganz klar kriegsverlängernde Maßnahmen!

Verhandelt wird am Ende sehr wahrscheinlich ohnehin – die Frage ist nur zu welchem Zeitpunkt und welche Seite dann militärisch, ökonomisch und politisch in welcher Lage sein wird.

Währenddessen wälzt die Bundesregierung die Kosten der kapitalistischen Krise und der Sanktionen gegen Russland auf uns, der lohnabhängigen Klasse ab. Die Preise galoppieren. Von Lebensmittel über Heizkosten bis zum Sprit – alles wird immer teurer und teurer. Der Strompreis an der Leipziger Börse ist in einem Jahr von 23 auf 563€ pro Megawattstunde gestiegen. Das sind rund 2.350%!! Während die Preise explodieren, bleiben unsere Löhne gleich – und werden durch die Inflation sogar entwertet. Die ärmsten trifft es schon jetzt existentiell.

Aber bei den Konzernen herrscht Goldgräberstimmung! Der Öl-Konzern BP hat seinen Gewinn im 2. Quartal diesen Jahres verdreifacht und Shell hat seinen Gewinn im gleichen Quartal auf 17,6 Milliarden sogar verfünffacht!

Das ist eine klare Umverteilung von unten nach oben! Wir werden sehen, wie heiß der kommende Herbst und wie wütend der kommende Winter deshalb noch werden wird.

Seit Monaten versuchen Politikerinnen und Politiker uns mit Sprüchen wie „frieren gegen Putin“ auf Linie zu bringen. Gleichzeitig bekommt die Politik mediale Rückendeckung alla „Warum kalt duschen gut für uns ist“. Genug damit! Wir sagen: ihre Kriege und ihre Krisen – nicht auf unserem Rücken!

Wir sagen: Kein Menschenleben und keinen Cent für die Profite des militärisch-industriellen Komplexes und für die geostrategischen Interessen imperialistischer Staaten!

„Diese Alternative steht zur Entscheidung: Entweder Ökokollaps, Faschisierung, Kapitalismus, Krieg und Krise – oder der Bruch mit ihnen und eine Zukunft jenseits dieser Katastrophen. Sozialismus oder Barbarei“.

Aufruf zur Aktion am Antikriegstag – 01.September 2022

AKTIONSBÜNDNIS ANTIKRIEGSTAG 2022

Gegen Krieg, Aufrüstung und Preisexplosionen!

Am 05. Juni stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten im Bundestag für die Verabschiedung des sogenannten „Sondervermögen Bundeswehr“. Diese 100-Milliarden Euro sind die größte Aufrüstung der Bundeswehr seit der Wiederbewaffnung der BRD. Während für Militarisierung und Krieg ohne zu zögern riesige Mengen unserer Steuergelder verschleudert werden, fehlt es in der Gesellschaft an allen Ecken und Enden. Lehr- und Lernmittel für digitalen Unterricht können nicht bereitgestellt und Klassenräume nicht mit Belüftungssystemen ausgestattet werden. Die unterbesetzten Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern und in der Pflege werden weder entlastet noch angemessen bezahlt. Stattdessen gibt es symbolische Klatschkonzerte mit kleinem Pflegebonus.

Wir zahlen nicht für eure Kriege und Krisen!

Unsere Mieten und Nebenkosten, die Heiz- und Benzinpreise, Lebensmittel und vieles mehr werden immer teurer. Energiesparen und die Einschränkung des Individualkonsums werden von der Bundesregierung als Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung und als Protest gegen den Krieg und Putin verkauft. Damit soll die hiesige Bevölkerung auf einen gemeinsamen Feind eingeschworen, und die Preisexplosionen, die Aufrüstung, die Sanktionen und auch die weitere Eskalation des Krieges legitimiert werden. Von all dem profitieren aber riesige Konzerne wie der Ölkonzern BP (British Petroleum), der seinen Gewinn im zweiten Quartal 2022 fast verdreifacht hat – oder der Konzern Shell, der seinen Gewinn sogar verfünffachen konnte.

Unser Protest als Zeichen der Solidarität!

Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die vor Krieg fliehen – unabhängig von ihrer Hautfarbe und unabhängig vor welchem Krieg sie fliehen. Die ungleiche Behandlung von Geflüchteten muss aufhören – alle Menschen müssen gleich unbürokratisch und unkompliziert aufgenommen und untergebracht werden.

Wir solidarisieren uns mit der Bevölkerung in der Ukraine, die die schwerste Last dieses Krieges trägt. Zugleich sind wir solidarisch mit der russischen Bevölkerung. In kriegerischen Auseinandersetzungen ist es immer die Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter die leidet, indem sie in Kriegen überfallen oder in diese geschickt werden, in Wirtschaftskrisen ihre Arbeit verlieren, ihre natürlichen Lebensgrundlagen zerstört werden oder sie massiver Verarmung ausgesetzt sind.   

Die Waffen nieder! Sofortiges Kriegsende in der Ukraine!

Wir verurteilen den russischen Angriff gegen die Ukraine und verurteilen ebenso den bereits seit 2014 laufenden Krieg der ukrainischen Regierung mit Unterstützung der NATO gegen die Bevölkerung im Donbass (Ostukraine) und die Verfolgung und Bekämpfung der demokratischen Opposition.

Durch die NATO-Osterweiterung wird Russland seit Jahrzehnten militärisch eingekreist, die Sicherheitsinteressen Russlands bewusst ignoriert und damit die Situation in einer Eskalationsspirale gehalten. Von den USA, der BRD und anderen imperialistischen Staaten wurde die Ukraine 2014 destabilisiert und ein nationalistischer Putsch finanziert.

Wir leben in einer Welt, die von ‚räuberischen‘ Großmächten beherrscht wird – einer Welt, in der imperialistische Staaten für die Reichen und deren Konzerne andere Länder überfallen, um ihnen Macht und Kapital zu sichern. Die Rahmenbedingung lautet, dass in einem globalen Imperialismus, die kapitalistischen Zentren aufgrund ihrer Konkurrenz zueinander immer wieder Krieg, Armut, Ausbeutung und Umweltzerstörung hervorbringen werden. Die USA und die NATO sehen ihre Macht in Gefahr, was die Zuspitzung im Pazifik und den Konflikt mit Russland und China vorantreibt. Dass die aktuellen Konflikte in einem dritten Weltkrieg bzw. in einem Atomkrieg enden können, muss uns bewusst sein.

Wir stellen uns gegen die NATO und gegen alle imperialistischen Kriege. Deutschland raus aus der NATO und das Kriegsbündnis NATO auflösen!

Wir gehen am 01. September hier auf die Straße:

„Für ein Ende des Krieges und für die Aufnahme von gleichberechtigen Verhandlungen“

„Für ein Ende der Sanktionen und der Waffenlieferungen“

„Für militärische Abrüstung und soziale Aufrüstung“

„Für bezahlbare Lebensmittel und Energiepreise“

Organisieren wir uns gegen alle imperialistische Kriege für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung und leisten Widerstand im Betrieb, in der Nachbarschaft und auf der Straße!