Aktionsbericht, MIETEN-DEMO – 04.12.21

Am 04.12 waren wir mit ca. 100 Leuten auf der Straße, um gegen den Mietenwahnsinn zu demonstrieren. Wir haben mit dieser Demo die Aktionswoche gegen Teuerungen des bundesweiten Bündnisses „Nicht auf unserem Rücken“ eingeläutet.

Die Demo startete am Berliner Platz und zog von dort aus zur Keplerstraße, wo ein WG-Haus von Immobilienhai Kai Laumann aufgekauft und in sogenannte Studentenlofts verwandelt wurde. Hier hielten wir unsere Rede. Unter anderem wiesen wir darauf hin, wie die Mieten auch in Gießen in einem Zeitraum von zehn Jahren explodiert sind – nämlich mit einer satten Steigerung von 61,7%!

Der Umgang der Berliner Regierung mit dem Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne zeigt auf ein Neues, dass man sich auf bürgerliche Parlamente nicht verlassen kann. SPD, Grüne und auch die Linke sind zum Verrat des Volksentscheids bereit. Wollen wir bezahlbaren Wohnraum, dann müssen wir uns organisieren und eine revolutionäre Gegenmacht aufbauen!

Anschließend zog die Demo weiter in Richtung Goethestraße. Hier hielten wir vor einem weiteren Gebäude an, welches derzeit kernsaniert wird und es wurde ein Bericht von Betroffenen verlesen. Neben dem mit den Kernsanierungen verbundenen Lärm, Baustellenstaub und die ständige Belastung durch Renovierungen schikanierte Miethai Laumann die verbliebenen Mieter:innen mit einer Security, die die Personalien aller Personen, die das Haus betraten kontrollierte.

Lautstark machten wir unseren Protest auf der Straße deutlich. Parolen wie „Keine Profite mit unserer Miete!“ ließen einige Interessierte in dem Wohngebiet aus den Fenstern schauen.

Der nächste Redebeitrag wurde in der Ludwigstraße 50 gehalten. Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten bereits vor der Demo ein großes Banner an der Hauswand angebracht und erklärten, welchem Terror sie täglich ausgesetzt sind, aber auch welche Erfolge sie nach harten Kämpfen gegen Laumann schon erreicht haben.

Die Demo zog weiter durch die Alicenstraße, an einem gentrifizierten Wohnhaus vorbei in Richtung Johanneskirchen. Dort wurde der letzte Redebeitrag von der DKP gehalten. Auch hier wurde die Eigentumsfrage gestellt – Spekulanten müssen enteignet werden!

Die Demo endete wieder am Berliner Platz.

Trotz des schlechten Wetters konnten wir unser Anliegen laut und kämpferisch auf die Straße tragen. Wir fordern:

  • Entschädigungslose Enteignung der Wohnungskonzerne wie Vonovia & Co.!
  • Umwandlung von privatem Wohneigentum in öffentliches Eigentum!
  • Wohnen für Alle, nicht nur für die Reichen!

Erkämpfen wir uns gemeinsam das Recht auf Wohnen!