Öffentliche Beerdigung – KAPITALISMUS

Am 21.08.2021 wurde in Gießen der Kapitalismus beerdigt.
Im Rahmen des Aktionstages des Bündnisses „Wer hat der gibt“ haben wir in Gießen die Beisetzung organisiert.

Der Trauerzug bewegte sich unter Glockenläuten um 15:45 Uhr vom Seltersweg Ecke Löwengasse zum Kreuzplatz, wo sich die Trauergemeinde eingefunden hatte. Der Pfarrer begann seine Andacht, indem er die „satanische Revolution“ beschuldigte, die für das Ableben des Kapitalismus verantwortlich sei. Mit dem Sieg der Revolution seien auch enge Vertraute des Kapitalismus, z. B. Der Militarismus, verschollen. Aber auch die Kirche habe „das Ende des Kapitalismus tief ins Mark getroffen.“
Zwei der engsten Verbündeten des Verstorbenen waren am Tag der Beisetzung noch anwesend, ehe sie es nach ihren letzten Worten auch dahinraffte; das Patriarchat und der Faschismus. Sie sprachen dem Kapitalismus ihr letztes Geleid aus. Beide betonten, ihre erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Faschismus etwa, gedachte dem Verstorbenen und betonte, wie er dem Kapitalismus nicht nur einmal geholfen hat, sein System gewaltsam zu verteidigen.
Das Patriarchat hat dargelegt, wie der Verstorbene ihn stets verbessert, wie er ihm einen Anstrich von Gleichberechtigung der Geschlechter gegeben, und somit scheinbar unsichtbar gemacht hat. Er versprach am Ende seiner Rede dem Kapitalismus, nicht aufgeben zu wollen und weiterhin an der Ausbeutung der Frauen festzuhalten. Nachdem die engsten Vertrauten ihre Reden gehalten haben, trat die Revolution an den Altar. Sie vergewisserte sich, dass der Kapitalismus auch wirklich im Sarg liegt, spukte auf das Grab und hielt eine feierliche und kämpferische Rede! Ab jetzt ist eine Gesellschaft möglich, die alle Menschen am Reichtum dieser Welt teilhaben lässt, ab jetzt ist eine klassenlose Gesellschaft möglich, eine Gesellschaft in der der Mensch kein geknechtetes, erniedrigtes Wesen ist.

Musik ertönte, alle Anwesenden jubelten und feierten diese große Errungenschaft!
A-anti-antikapitalista