8. Mai Nie wieder Krieg, Nie wieder Faschismus!

Der 8 Mai 1945 ist ein Tag der Befreiung, ein Tag der Hoffnung für Millionen und ein Tag an dem alles möglich schien. Endlich eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, eine Gesellschaft ohne eine herrschende Klasse. Eine Gesellschaft in der das Motto Friede den Hütten! Krieg den Palästen! Wirklichkeit hätte werden können! Der deutsche Faschismus war verantwortlich für den industrialisierten Massenmord und das Leiden von hundert Millionen Menschen in ganz Europa. Die Befreiung vom deutschen Faschismus bedeutete den Sieg über die brutalste Form der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, die auf Antikommunismus, Antisemitismus, Rassismus und offenem Terror aufgebaut war. Die Verfolgung und Ermordung von 20 Millionen sowjetischer Menschen und von mehr als sechs Millionen Jüdinnen und Juden, zeigt auf schrecklichste Weise das mörderische Wesendes deutschen Faschismus. Deutschland hat sich von der Terrorherrschaft jedoch nicht selbst befreit. Der Sieg wurde durch die Anti-Hitler Koalition und Widerstandskämpferlnnen aus ganz Europa errungen und beendete die zwölfjährige faschistische Herrschaft. Der größte Verdienstgebührt hierbei der Roten Armee, die den Faschisten entscheidende Niederlagen beibrachten (z.B Stalingrad).

Ein zentrales Mittel der staatlichen Organe ist das Schüren von Angst. Auch in Zeiten der Corona Pandemie begegnen wir diesem Muster wieder. Die Beschränkung demokratischer Rechte wird mit der Fürsorge um die Bevölkerung vor den Folgen der Krise gerechtfertigt. Historisch hat die Regierung immer eine Möglichkeit gefunden die Bevölkerung in Angst zu versetzen, sei es durch Notstandsgesetzgebung, die Angst vor dem Kommunismus, die vor der RAF, die vor dem islamistischen Terror und jetzt vor dem Virus. Aber auch die staatlichen Akteure haben Angst. Angst davor Verantwortung übernehmen zu müssen. Dies führt oft zu überstürzten und recht planlos eingesetzten Maßnahmen. Diese sollen Handlungskompetenz vortäuschen. Die staatlichen Maßnahmen zur Corona Bekämpfung beschleunigen die dem Kapitalismus innewohnende Tendenz zur weiteren Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich. Die großen Konzerne profitieren besonders von der Krise. Die daraus in Teilen der Bevölkerung folgende Perspektivlosigkeit verstärkt die Krise der liberalen Demokratie. Was wiederum den Aufstieg des Rechtspopulismus begünstigt. Die Tendenz zu autoritären politischen Verhältnissen wird durch die Corona Krise weiterbefördert. Die Gefahr, dass eine bürgerliche Demokratie zu einer faschistischen Diktatur wird, wohnt diesem System inne. Die bürgerliche Vorstellung, Faschismus sei eine vom Kapitalismus getrennte Herrschaftsform, ist nicht haltbar. Historisch waren die Produktionsverhältnisse im Faschismus immer kapitalistische. Faschismus ist die autoritärste Form der Diktatur des Kapitals. Deshalb heißt für uns Kampf dem Faschismus auch immer Kampf dem Imperialismus. Wir kämpfen gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem, das soziale Ungleichheit erzeugt und deshalb ein Nährboden für Faschismus ist. Wir kämpfen für eine klassenlose Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die alle Menschen am Reichtum dieser Welt teilhaben lässt. Wir kämpfen für ein gleichberechtigtes und friedliches Mit einander.

Wir treffen uns zu einem Antifaschistischen Stadtspaziergang am Samstag, 08. Mai. 2021 um14 Uhr vor dem Rathaus. Unser aller Gesundheit muss geschützt werden. Bitte tragt Masken und haltet Abstand zueinander.