Aktionsbericht 1.Mai

Über 100 Menschen bei revolutionärer 1.Mai Demo in Gießen

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Die Gießener 1.Mai-Demo hat klar gezeigt, dass Protest Zeiten des Crona-Virus möglich ist. Die eintreffenden Demonstrierenden stellten sich auf zuvor mit Sprühkreide gemalte Symbole (#1Mai bleibt, rote Sterne und Hammer und Sichel), die einen Abstand von mindestens 2 Metern nach hinten, vorne, recht und links gewährleisteten. Alle trugen einen Mund-Nase-Schutz. Die Gesundheit der Protestierenden und Passantinnen und Passanten hatte oberste Priorität.

Der Protestzug bewegte sich in Drei-Personen-Reihen Richtung Nordanlage. Es gab Redebeiträge von verschiedenen linken Gruppen und Parteien wie der ARAG (Antifaschistischen Revolutionären Aktion Gießen, der ABG (Antifaschistische Basis Gießen), der DKP (Deutsche kommunistische Partei) und dem Internationalistischen Bündnis.

In den Reden wurden die Angriffe auf das Arbeitsrecht scharf kritisiert. Millionen von Menschen sind direkt von Kurzarbeit, Entlassungen oder der Verlängerung der Arbeitszeiten betroffen. Im Gesundheitswesen müssen die Beschäftigten nun bis zu 12 Stunden Arbeiten, ihre Pausenzeiten wurden von 11 auf 9 gekürzt. Außerdem wurde kritisiert, dass sich aufgrund von Covid19 alle privat einschränken, die Produktion allerdings weitergeht. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen, die aufgrund der Pandemie getroffen werden, nicht unsere Freiheitsrechte beschneiden dürfen. Achtsamer Protest muss auch in Zeiten von Corona möglich sein, auch wenn er anders organisiert werden muss.

Die Reden hatten einen gemeinsamen Nenner. Die Gesellschaft muss sich an den Bedürfnissen der Mehrheit der Bevölkerung, nicht an den Profiten weniger orientieren, dafür jedoch muss der Kapitalismus erst überwundern werden.

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