Heraus zum revolutionären 1. Mai

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Der 1. Mai bleibt antikapitalistisch & revolutionär

Wie jedes Jahr am 1. Mai in Gießen startet eine Demo des DGB um 11 Uhr am Kirchplatz, an der wir uns gemeinsam mit GenossInnen aus den Gewerkschaften beteiligen, die zu einem Jugendblock aufrufen. Wir wollen mit unserem Aufruf an die ursprüngliche revolutionäre Idee des „Kampftags der Arbeiter“ erinnern und an diesem Tag mit Euch diese Idee auf die Straße tragen. Danach gibt es auf dem Kirchplatz das 1.Mai Fest an dem wir dieses Jahr kostenlos Junge Welt Zeitungen verteilen werden.

Haymarket Riot – Der Ursprung des revolutionären 1. Mai

Im Jahr 1886 mobilisierte die nordamerikanische Arbeiterbewegung zu einem Generalstreik am 1. Mai um die tägliche Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden zu reduzieren. Nach mehrtägigen Streiks in Chicago tötete die Polizei während einer Demonstration am 3. Mai zwei Demonstranten. Eine weitere Eskalation folgte bei der Protestkundgebung am nächsten Tag, bei der ca. 20 Demonstranten getötet und mehr als 200 TeilnehmerInnen verletzt wurden. Dieser Tag ging als Haymarket Riot/Massaker in die Geschichte ein. 8 Anarchisten, die diese Kundgebung organisiert hatten, wurden festgenommen und zum Tod verurteilt. Drei Jahre später wurde auf dem Gründungskongress des II. Internationalen Arbeiterkongresses der 1. Mai in Gedenken an den Haymarket Riot als „Kampftag der Arbeiterklasse“ ausgerufen und ab 1890 weltweit mit Massenstreiks und Demonstrationen begangen.

…und warum wir weiter kämpfen

Der 1.Mai steht daher seit mehr als 100 Jahren für den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Dieser Kampf ist immer noch aktuell, denn trotz des ökonomischen Aufschwungs und sinkender Arbeitslosenzahlen, sichert der Großteil der Bevölkerung unter prekären Arbeits- und Lebensbedingungen den Wohlstand einiger Weniger. Nicht nur diejenigen, die für dieses System nicht „verwertbar“ erscheinen und Hartz4 beziehen müssen, sind von Armut bedroht. Denn einen Job zu haben heisst noch lange nicht gut leben zu können: Leiharbeit, Niedriglohn, unsichere Beschäftigungsverhältnisse, zu hohe Mieten, Leistungshetze und Altersarmut bedrohen die gesamte lohnabhängige Klasse.
Rechte und rechtsoffenen Parteien, aber auch bürgerliche Parteien, die mit ihrer Politik die Lebensumstände der Bevölkerung verschlechtern, bieten keine Lösungen für diese Probleme. Sie vertreten Nationalismus, Rassismus, Abschottung und Klassenkampf von oben und sorgen damit für eine weitere Spaltung der arbeitenden Klasse. So wird versucht die Leidtragenden des Systems gegeneinander auszuspielen und zu spalten. Doch es ist der krisenschürende Kapitalismus, der uns Arbeits- und Perspektivlosigkeit, steigende Armut, Ausbeutung und Kriege bringt.

Daher kämpfen wir auch am 1. Mai für eine solidarische und befreite Gesellschaft, gegen kapitalistische Verhältnisse und stellen uns dem Rechtsruck entgegen, also Heraus zum 1. Mai

Alle Infos zur Demo gibt es hier https://www.facebook.com/events/601259530220605/