Solidarität mit Kristina Hänel – weg mit §218!

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Am Freitag den  24.11. haben wir an einer Kundgebung vorm Amtsgericht teilgenommen. Der Gießener Ärztin Kristina Hänel stand wegen §219 vor Gericht, der das „werben“ für Schwangerschaftsabbrüche verbietet. Sie wurde bereits zum dritten Mal von sogenannten „Lebensschützern“ der Initiative „Nie Wieder“ angezeigt, die sich im Umfeld des „Marsch für das Leben“ bewegt.

Dieser ist wichtigste öffentliche Aktionsform von antifeministischen AbtreibungsgegnerInnen. Das Thema „Lebensschutz“ dient als Scharnier verschiedener (partei-) übergreifenden Spektren bis in die extreme Rechte: christliche FundamentalistInnen, CDU/CSU, AfD und NPD. Die Glorifizierung der Mutterrolle in der heterosexuellen Familie zeigt, dass die sexuelle Kontrolle der Frau ein wichtiger Bestandteil (extrem) rechter und fundamentalistischer Ideologie ist.

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Die Kundgebung wurde von ca. 400 Menschen besucht. Darunter auch viele Frauen die schon vor 30 Jahren gegen §218 gekämpft haben. In verschiedenen Reden wurde unter anderem der Versuch der Zurückdrängung feministischer und gleichstellungspolitischer Errungenschaften thematisiert.

Kristina Hänel wurde schuldig gesprochen und geht in Revision. Damit kämpft sie für ein Selbstbestimmungsrecht aller Frauen! Wir werden die Geschichte solidarisch begleiten und euch auf dem Laufenden halten. Wir sind außerdem bereits in der Planung für Veranstaltungen rund um die 8.März Demo, zu der wir und unsere Freundinnen auch im Jahr 2018 einladen.

Wir fordern: weg mit dem Paragraphen §218 seinem dreckigen Anhängsel §219 (der übrigens wurde im deutschen Faschismus erlassen wurde). Kampf dem Patriarchat!

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