„Zwischen Frieden und schmutzigem Krieg“: Ein politischer Reisebericht über den bewaffneten Konflikt in Kolumbien // Vortrag & Analyse

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Seit 2012 steht die konservative Regierung um den kolumbianischen Präsidenten Santos in Friedensverhandlungen mit der bewaffneten Guerilla-Organisation FARC-EP, die nicht nur weite Teile der ruralen Gebiete Kolumbiens kontrollierte, sondern auch nennenswerten Rückhalt in der Landbevölkerung hat.
Diesen Juni gab die FARC-EP ihre Waffen ab. Zur Zeit beraten 1000 Delegierte über die Gründung der Partei, die aus der bisherigen Guerilla-Organisation hervorgehen soll.
Die Guerilla, die sozialen Bewegungen und Menschenrechtsorganisationen sehen in einem Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen eine Chance für eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft. Andere Teile der Linken, z.B. die kleinere Guerilla-Organisation ELN stehen dem Projekt kritischer gegenüber. Daneben schwebt über dem Friedensprozess das Damoklesschwert es Paramilitarismus, der von den Gegnern des Friedensprozesses unterstützt wird und auf dessen Konto immer wieder politische Morde an Oppositionellen gehen.
Doch was sind die Ursachen des bewaffneten Konflikts – wer sind historische und aktuelle Akteure? Was steht hinter dem Paramilitarismus? Sind die Guerilla-Organisationen wirklich – wie der kolumbianische Staat nicht Müde wird zu betonen – Drogenkartelle?

Der Referent Jan Schwab schrieb bereits für das Lower Class Magazine, die junge Welt (jW) und andere linke Medien zu internationalen Themen. Er hat Kolumbien bereist und hatte vor Ort die Möglichkeit mit Akteuren der sozialen Bewegungen ins Gespräch zu kommen.

Wir sehen uns am 14.09. um19.30 Uhr in der Alte Kupferschmiede