Spontane antifaschistische Kundgebung in Wetzlar

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Die NPD Wetzlar droht bis Ende 2017 für jeden Samstag in Wetzlar aufzumarschieren. So auch am getrigen Samstag. Grund dafür soll sein, dass sie ihr Büro + weitere Räume nicht bekommen. Die Stadt hat anscheinend das entsprechende Haus gekauft.

Die Faschos ließen sich an ihrem Startpunkt und in der Innenstadt nicht blicken. Sie hatten wohl vormittags einen Stand in der Bahnhofsstraße, die Demo haben sie dann aber offensichtlich nicht durchgezogen. Wir konnten den Ausflug nach WZ noch für eine spontanen Kundgebung vor den Coloraden nutzen.

Unser Redebeitrag:
Nazis raus aus Wetzlar!

Am Samstag den 22. April 2017 planten Faschistinnen und Faschisten einen Aufmarsch in Wetzlar. Schon in den letzten 2 Jahren marschierten sie durch Wetzlar. Und das obwohl Teile der Wetzlarer Bevölkerung und zahlreiche AntifaschistInnen bereit sind sich den Nazis in den Weg zu stellen. Die Polizei ermöglichte die Verbreitung faschistischer Stimmungsmache 2016, durch die Durchführung einer alternativen Route und 2015 durch die gewalttätige Räumung einer friedlichen Blockade von Jugendlichen. Jedoch ist vergangenes Wochenende als erfolgreich zu verbuchen. Wetzlar hat deutlich gemacht: Wir haben keinen Bock auf Nazis, weder auf den Abschaum der NPD, noch auf anderes braunes Gesocks.

Das Motto des letzten Naziaufmarsches in Wetzlar war „Die Zukunft unserer Kinder ist in Gefahr!“. Immer wieder nutzen faschistische Organisationen die Thematik „Kindesmissbrauch“ und „Vergewaltigungen“ für ihre menschenverachtende Propaganda. Das perfide daran ist, dass es bereits mehrfach Vorfälle von Kindesmissbrauch oder Vergewaltigungen in der faschistischen Szene gab.

Standardmäßig hetzen FaschistInnen in ihrem Aufruf gegen Geflüchtete. Für extreme Rechte müssen sie als Sündenböcke der sozialen Ungleichheit herhalten. Vor allem den Bossen und den PolitkerInnen nutzt diese Spaltung der Gesellschaft. Sei es eine Spaltung in deutsch oder migrantisch, männlich oder weiblich, Stamm- oder Leiharbeiter. Eine gespaltene Gesellschaft, und nicht ihre gemeinsame Interessen, leistet weniger Widerstand, lässt sich besser ausbeuten und gegeneinander ausspielen. Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Krieg und Flucht, steigende Armut und Sparmaßnahmen sind Folgen des Kapitalismus. Die Ursachen der verschlechterten Lebenslagen der Bevölkerung liegen also, unter anderem, in der Politik der Herrschenden. Seit Jahren wird Politik gegen die Interessen der lohnabhängigen Bevölkerung gemacht.

Wir sagen:

Wir lassen uns nicht spalten!
Kampf dem Faschismus!
Kampf dem Patriarchat!
Kampf dem bürgerlichen Staat und seiner Repression!
Kampf dem Kapitalismus!