11.03.17 Demo zum internationalen Frauenkampftag

Aufruf-Vorderseite_Favorit_A4-1Frauenbefreiung ist international! Heraus zum internationalen Frauenkampftag

Seit über 100 Jahren gehen Frauen am 8. März auf die Straße um gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen. Überall auf der Welt wehren sich Frauen gegen patriarchale Unterdrückung und kapitalistische sowie feudale Ausbeutungsverhältnisse. Am 11. März wollen wir unter dem Motto „Frauenbefreiung ist international“ unseren Protest auf die Straße tragen.

Die erfolgreiche Ehe zwischen Kapitalismus und Patriarchat

Das männliche Modell des „Ernährers“ wurde im neoliberalen Kapitalismus aufgeweicht. Eine Vielzahl von Frauen geht mittlerweile einer Erwerbsarbeit nach und viele müssen das auch, weil ein Lohn für den Unterhalt einer Familie nicht mehr reicht. Für die gleiche Arbeit wie ihre männlichen Kollegen verdienen Frauen ca. 22% weniger. Zu der Lohnarbeit sind es nach wie vor überwiegend Frauen, die die Arbeit der Reproduktion (Erziehungs-, Haus-, Pflege- und Betreuungsarbeit) zusätzlich und unbezahlt erledigen.

Wir wollen nicht einfach Gleichberechtigung fordern wenn diese Gleichberechtigung heißt, dass Frauen in anderen Ländern durch schlechte Arbeitsbedingungen, Krieg, sexuelle Ausbeutung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen dafür bezahlen müssen. Wir wollen nicht darüber hinwegblicken, dass Arbeitsmigrantinnen in Deutschland den Preis für den Aufstieg der „weißen Frau“ bezahlen.

Sexismus ist Teil der herrschenden Verhältnisse

Kriege um sich Rohstoffe, Märkte, Macht und damit Profit zu sichern werden mittlerweile auch mit der ‚Befreiung der Frauen‘ begründet, dabei wird ignoriert, dass „westlichen Werte“ die angeblich verteidigt werden selbst auf ‚Sexismus, struktureller Benachteiligung und patriarchaler Unterdrückung gründen. Kriege bedeuten für Frauen immer massive Gewalt. Mord, (Massen-)Vergewaltigung als Kriegsinstrument, Vertreibung, Armut, Hunger, sowie Mädchen-/Frauenhandel und Zwangsprostitution sind Folgen kapitalistischer Profitgier. Niemand aus der NATO fragt Frauen in Kriegsgebieten, ob sie von westlichen Bomben und Soldaten befreit werden wollen – die Antwort würde ihnen nicht gefallen.

Feministisch gegen G20

Der G20-Gipfel, der kommenden Juli in Hamburg stattfinden soll, steht stellvertretend für die frauenfeindliche und ausbeuterische Politik des Kapitalismus. Die RegierungschefInnen der 20 einflussreichsten Industrienationen, die FinanzministerInnen der G8, sowie die PräsidentInnen der EZB, IWF, WTO und der Weltbank versuchen mal wieder die Welt unter sich aufzuteilen. Angeblich geht es auch um die die Förderung von Frauen. Tatsächlich werden auf dem Gipfel jedoch die Durchsetzung von Machtinteressen und Herrschaft Thema sein. Frauenbefreiung hat dort noch nie eine Rolle gespielt.

Frauenbefreiung in Rojava

Einen besonderen Gruß schicken wir unseren Freundinnen in der kurdischen Bewegung. In Frauenverteidigungseinheiten und im zivilen Leben in Rojava und im türkisch besetzten Teil Kurdistans kämpfen sie für ihre Befreiung und stehen damit auch für eine Hoffnung, dass ein freies und gerechtes Leben möglich ist. Sie verteidigen eine Gesellschaftsform, die es zum Ziel hat Menschen ein gleichberechtigtes Miteinander, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Klasse zu ermöglichen. Die Freiheit der Frau bestimmt die Freiheit der Gesellschaft.

LASST UNS GEMEINSAM FÜR EINE BESSERE U­ND FRIEDLICHE WELT,

JENSEITS PATRIARCHALER UND KAPITALISTISCHER VERHÄLTNISSE KÄMPFEN!

+++ 11. MÄRZ // 14 UHR // BERLINER PLATZ, GIESSEN +++