Ihre Krise: Nicht auf unserem Rücken! Bundesweiter Aktionstag am 07.11. 2020

#Nicht auf unserem Rücken! Als Klasse gegen ihre Krise kämpfen.
Fast schon täglich gibt es neue Kürzungs- und Entlassungsmeldungen. Dutzende Betriebe schmeißen Leute raus, reduzieren Arbeitszeiten und damit den Lohn, andere nutzen die Wirtschaftskrise um ganze Werke zu schließen und diese nach Osteuropa zu verlagern.

Bosch, MAN, ThyssenKrupp, Schaeffler, Continental, etc. um nur einige Großunternehmen zu nennen, die gekürzt haben oder es ankündigen! Die Liste lässt sich um hunderte Betriebe ergänzen.
Der Markt bringt Chaos und Unsicherheit

Und warum? Wegen Profiten und Sicherheit für die Eigentümer. Auf Kosten unserer Sicherheit und unserer Geldbeutel. Wo bleiben vom Kapital bezahlte „Rettungspakete“ für uns Beschäftigte? Während Unternehmen fette Gewinne ausschütten, Steuergeschenke von der Bundesregierung bekommen und fröhlich weiter kürzen, kämpfen im Öffentlichen Dienst Beschäftigte um die finanzielle Anerkennung die ihnen schon lange zusteht!

Zeit wäre es: Mehr Geld und Personal in der Pflege, weg mit den Fallpauschalen, mehr Geld für die Beschäftigten der Abfallwirtschaften, der Ämter, Verkehrsbetriebe, Kinder- und Jugendeinrichtungen! Von Applaus können wir uns nämlich nichts leisten.

Gute Tarifergebnisse? Unsere Aufgabe!

Egal was bei der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst als Ergebnis am Ende herauskommt- uns muss bewusst sein, dass nur eine aktive, kämpferische Basis für gute Ergebnisse sorgen kann – und auch Einigungen zwischen den Gewerkschaften und den Kapitalisten sind bestreikbar! Die Kämpfe die kommen oder in denen wir schon längst stecken – wie Tarifverhandlungen und Werksschließungen – können durch uns bestimmt werden, wenn wir sie auch als unsere Kämpfe wahrnehmen! Viel zu lange haben wir getrennt voneinander gekämpft und viel zu oft gegeneinander. Jetzt kommt es darauf an gemeinsam als Klasse zu kämpfen!

Für eine solidarische Gesellschaft – ohne Profitwahn

Beschäftigte aus der Metall- und Elektroindustrie brauchen Unterstützung bei ihrer Tarifrunde und Solidarität, wenn sie mit Schließungen angegriffen werden. Die KollegInnen aus dem Öffentlichen Dienst brauchen ebenfalls beides!

Und wenn wir zusammen den Angriffen der Kapitalisten begegnen, können wir auch anfangen, für etwas zu kämpfen! Eine Gesellschaft in der unsere Arbeitsbedingungen von uns selbst bestimmt werden, in der die gewaltigen Potentiale und Reichtümer für die normalen Menschen benutzt werden – nicht für den Luxus einiger weniger.

Für eine Gesellschaft der Solidarität und Sicherheit.

Für eine Gesellschaft ohne Kapitalismus!

Ihre Krise? Nicht auf unserem Rücken!
Gemeinsam als Klasse kämpfen!
Beteiligt euch am bundesweiten Aktionstag am 7. November 2020!

Organisiert den Widerstand! Der Rote Aufbau lässt sich nicht verbieten.

Am 31. August ließ der Staat insgesamt 28 Objekte in der Bundesrepublik
stürmen um der revolutionären Bewegung nach den TKP/ML-Prozessen einen weiteren Schlag zu versetzen.

Der Angriff auf die Struktur des Roten Aufbau Hamburg muss im Kontext des Klassenkampfes gesehen werden. Während sich die ökonomische Situation der Arbeiterinnen- und Arbeiterklasse schrittweise verschlechtert und das Kapital beginnt seine Angriffe auf unsere Klasse auszuweiten, greift der Staat zur Repression, um legitimen Widerstand gegen das Schweinesystem zu kriminalisieren. Als kommunistische Gruppe ist der Rote Aufbau dem Staat, der dem Kapital als Herrschaftsinstrument dient, ein Dorn im Auge. Streitet er doch für nichts geringeres als die Befreiung der gesamten Menschheit von einem System, das auf Profitgier und Ausbeutung basiert.

Der Angriff auf den Roten Aufbau ist ein Angriff auf die gesamte radikale Linke. Jetzt heißt es gemeinsam und entschlossen Solidarität zu zeigen.

Schon seit einigen Monaten arbeiten wir, verschiedene revolutionäre Gruppen, eng zusammen. Wir sind ein Bündnis im Aufbau. Gemeinsam wollen wir unsere Kräfte bündeln, um geschlossen für eine befreite Gesellschaft zu kämpfen.

Solidarität mit dem Roten Aufbau Hamburg und allen politisch Verfolgten!
Weg mit dem §129!

Solidarität mit den Tarifkämpfen im öffentlichen Dienst!

In den vergangenen Monaten war dauernd die Rede von „systemrelevanten Branchen“ und es kam in der BRD immer mehr zu einer Debatte über sogenannte „systemrelevante“ Berufe. Natürlich ist nicht nur systemrelevant, wen Medien und PolitikerInnen gerade so definieren, sondern alle, die täglich in dieser Gesellschaft arbeiten gehen. Die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel, Pflege und Kindergarten stehen aber seit Jahren in einem besonders krassen Widerspruch zum erheblichen Belastung, der alle Beschäftigten in diesem Bereich ausgetzt sind. All die, die während des Corona-Lockdowns diese wichtigen Berufe ausgeübt haben, um den Laden am laufen zu halten, wurden von breiten Teilen der Bevölkerung beklatscht und von der Regierung gelobt. Sogar eine Debatte um bessere Gehälter in der Pflege wurde losgetreten.

Doch was bleibt davon übrig?

Viel davon ist nicht übrig geblieben. Die Gehälter in diesen Berufen sind noch immer weit unter dem, was gerecht wäre und z.B. in der Pflege ist das „Wohlwollen“ der Regierung bei einer Einmalprämie geblieben – selbst diese wurde nicht in allen Betrieben gezahlt.
Während die Regierung Milliarden in die Wirtschaft versenkt oder sich für kommende Kriege aufrüstet, hat sie keinen Cent für uns ArbeiterInnen und Angestellte, obwohl wir es sind, die dafür sorgen, dass der Laden läuft. Die kommende Krise lässt vermuten, dass die Schulden, die der Staat sich jetzt aufbürdet, auf unseren Rücken abgewälzt werden, wenn zum Beispiel Stellen in Kitas abgebaut werden oder Sozialleistungen gekürzt werden. Die Kapitalisten und ihr Staat haben kein Interesse daran, uns das Geld zu zahlen, das unsere Arbeit wirklich wert ist.
Denn dieses System ist nicht darauf ausgelegt ist, im Interesse der Mehrheit zu wirtschaften, sondern so, dass der maximale Profit erreicht wird.

Grund genug noch einmal richtig Dampf zu machen…

In diesem kommenden Herbst finden in ganz Deutschland die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst (TVöD) statt. Die Tarifverhandlungen entscheiden – wenn auch in einem begrenzten Rahmen, wie sich Gehälter und Arbeitsbedingungen für Beschäftigte ändern. Im öffentlichen Dienst sind einige der „systemrelevanten“ Berufe vertreten, wie z. B. Pflegekräfte oder ErzieherInnen, aber auch ganz viele andere, die für die Gesellschaft unabdingbar sind und von ungerechten Gehältern betroffen sind. Streiks und betriebliche Aktionen sind Kämpfe, die wir gemeinsam und organisiert als Klasse der Lohnabhängigen führen müssen. Denn nur so können wir wirkliche Veränderungen für uns erkämpfen. Das hat uns die Geschichte gelehrt. Ohne solche Kämpfe würde es keinen 8 Stunden Tag oder gar ein Wochenende geben.

Es kann nicht sein, dass mit unserer Gesundheit Profit erwirtschaftet wird, dass nahezu alle Kitas unterbesetzt sind und ErzieherInnen überlastet sind, dass die BahnfahrerInnen schlechte Gehälter bekommen und und und…
Wir wollen eine Gesellschaft, die nach unseren Interessen handelt, in der die Wirtschaft so geplant wird, dass wir alle was davon haben und nicht nur ein paar wenige. Eine Gesellschaft, in der Gesundheit über dem Profit steht und in der demokratisch über Arbeitsplätze bestimmt wird.
Was wir wollen ist eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus, eine solidarische Gesellschaft. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, uns mit den kommenden betrieblichen Aktionen und Streiks zu solidarisieren, uns an diesen zu beteiligen und klar zu machen, dass wir relevant sind und dieses System nicht!

„Ihre Krise: Nicht auf unserem Rücken!“

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Pressemitteilung: Am Samstag rief das bundesweite Bündnis #NichtaufunseremRücken zu einem Aktionstag auf an dem sich Menschen aus Gießen und ca. 20 weiteren Städten beteiligten. Es fanden verschiedene Aktionen wie Demonstrationen, Kunstausstellungen und Kundgebungen statt. Die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Gießen rief lokal zum Protest auf. Weiterlesen „„Ihre Krise: Nicht auf unserem Rücken!““